Häufig gestellte
Fragen

Hier findest du alles, was du schon immer über Milch und Milchprodukte, ihre Auswirkungen auf Gesundheit und Ernährung sowie über uns und die Milchwirtschaft in Südtirol wissen wolltest.

  • Wie kommen die Löcher in den Käse?

    Während der Käsereifung bauen bestimmte Bakterienkulturen den Milchzucker zu Milchsäure ab. Dabei wird Kohlendioxid frei, kann aber durch den Teig und die Rinde nicht nach außen weichen. So entstehen verschieden große Hohlräume, in denen sich das Gas sammelt – die Löcher im Käse entstehen.

  • Sind alle Käsesorten laktosefrei?

    Nicht-gereifte Käsesorten wie Mozzarella, SKYR oder Mascarpone und sehr junge Käsesorten sind laktosehaltig (> 0,1% Laktose), weswegen es eigene, laktosefreie Varianten gibt. Gereifte Käsesorten wie beispielsweise unser „Stilfser g.U.“, die „Kräuterhexe“ oder der „Dolomit“ sind hingegen aufgrund des Reifeprozesses und des dadurch resultierenden Abbaus des Milchzuckers natürlicherweise laktosefrei.

  • Ist Käse vegetarisch?

    Wenn für die Herstellung des Käses tierisches Lab verwendet wurde, ist der Käse nicht vegetarisch. Die Käsesorten von Mila werden allerdings mit mikrobiellem Lab hergestellt, weswegen sie als vegetarisch bezeichnet werden können.

  • Kann man Milchprodukte einfrieren?

    Butter kann ohne Bedenken tiefgefroren werden. Weder Geschmack noch Konsistenz werden beeinträchtigt. Auch Sahne kann portionsweise eingefroren werden, nach dem Auftauen eignet sie sich vor allem zum Kochen. Genauso lassen sich auch Frischmilch und Frischkäse weitgehend ohne Qualitätseinbußen tiefkühlen. Schnittkäse kann zwar portioniert eingefroren werden, allerdings wird er dadurch trocken und verliert an Geschmack. Deshalb empfiehlt es sich, Käse nach Bedarf frisch zu kaufen und bald zu verzehren.

  • Warum kocht Milch über?

    Milch ist die einzige Flüssigkeit, die beim Kochen eine Haut bildet und überkocht. Dafür verantwortlich sind die in der Milch enthaltenen Proteine: Einige davon gerinnen beim Kochen und bilden eine dünne Haut an der Oberfläche. Darunter staut sich der Wasserdampf, die Haut erhebt sich und die Milch läuft über.

    Tipp: Rührt man die Milch beim Kochen, so werden kleine Luftblasen von den Proteinen eingeschlossen und bilden Schaum. Damit lässt sich das Überkochen verhindern.

  • Was bedeutet Pasteurisierung? Beeinträchtigt dieser Vorgang die Qualität der Milch?

    Unter Pasteurisierung versteht man das von Louis Pasteur entwickelte Verfahren der kurzzeitigen Erhitzung von Milch auf eine Temperatur von mindestens 72°C. Alle pathogenen Keime, d.h. Krankheitserreger, die in der Milch enthalten sein können, werden so abgetötet, die wertvollen Inhaltsstoffe bleiben jedoch erhalten.

  • Was versteht man unter Homogenisierung?

    Homogenisierung bedeutet, dass die Milch bei einem Druck von 150 Bar durch kleine Düsen gedrückt wird. Dadurch wird das in Form kleiner Kügelchen in der Milch enthaltene Fett zerkleinert und gleichmäßiger verteilt. Das in der Milch enthaltene Fett kann sich so schwerer von der Flüssigkeit absetzen und sie wird außerdem bekömmlicher.

  • Was ist der Unterschied zwischen Süß- und Sauerrahmbutter?

    Süßrahmbutter wird direkt aus frischer Sahne hergestellt. Sauerrahmbutter wiederum wird aus während des Aufrahmens angesäuerter Sahne gewonnen. Das Sauerwerden des Rahms auf Almen und Bauernhöfen konnte in früherer Zeit mangels entsprechender Kühlmöglichkeiten nicht verhindert werden. Heute schätzt man ihren besonderen frischen Geschmack, darum werden dem für die Herstellung von Sauerrahmbutter vorgesehenen Rahm gezielt Milchsäurebakterien zugesetzt.

  • Welche Unterschiede, außer den geschmacklichen Eigenschaften, bestehen zwischen Kuh- und Ziegenmilch?

    Ein wichtiger Unterschied liegt in der Beschaffenheit der in der Milch enthaltenen Fette. Sie liegen in der Ziegenmilch in relativ schwacher Bindung vor und können vom Organismus leichter aufgespaltet werden. Das macht Ziegenmilch leichter verdaulich. Darüber hinaus ist sie ein hervorragender Lieferant von Aminosäuren, Mineralstoffen und Vitaminen. Für manche an einer Kuhmilcheiweißunverträglichkeit (Milchallergie) leidenden Menschen können Ziegenmilch und ihre Folgeprodukte eine echte Alternative sein.

  • Was ist das Besondere an der Milch und den Milchprodukten der Mila?

    Südtirol hat als erste Region Europas die flächendeckende gentechnikfreie Fütterung eingeführt. Dies bedeutet den vollständigen Verzicht auf gentechnisch veränderte Futtermittel sowie auf die Gabe von Antibiotika, Hormonen und minderwertigen Futterzusätzen. Auch die zugekauften Futtermittel sind zu 100% pflanzlichen Ursprungs und dabei konsequent frei von Gentechnik und anderen Zusatzstoffen.

  • Massentierhaltung steht zunehmend in der Kritik - wie sind die Haltungsbedingungen auf den Mila Bauernhöfen?

    Der typische Mila Erzeugerbetrieb verfügt über durchschnittlich 14 Kühe. Diese Kleinstrukturiertheit hat viele Vorteile für Qualität und Tierhaltung, erfordert von unseren Milchbauern jedoch besonderen Einsatz, da die meisten gezwungen sind, einer zusätzlichen Erwerbstätigkeit nachzugehen.

  • Womit werden die Kühe der Mila gefüttert?

    Auch die zugekauften Futtermittel sind zu 100% pflanzlichen Ursprungs und dabei konsequent frei von Gentechnik und anderen Zusatzstoffen.

  • Quantität oder Qualität - wieviel Milch produzieren die Mitglieder der Mila?

    Jedes der rund 2.200 Mitglieder der Mila liefert durchschnittlich rund 90.300 kg pro Jahr. Diese im europäischen Vergleich äußerst geringe Menge liegt vor allem an der Kleinstrukturiertheit der bäuerlichen Betriebe in Südtirol: Die Mitglieder der Mila besitzen im Schnitt nur 14 Kühe pro Stall. Bereits diese Struktur bedeutet die logische Ausrichtung auf hohe Güte der Milch anstatt auf Quantität. Zudem erfolgt auch die Vergütung der Mitglieder unter starker Berücksichtigung der Qualität der gelieferten Milch. Die Milchbauern der Mila werden so zur Erzeugung von hochwertiger Milch anstelle von Masse angespornt.

  • Stimmt es, dass die meisten wertvollen Inhaltsstoffe der Milch in der H-Milch fehlen?

    Durch die Hocherhitzung kommt es bei H-Milch zu einem Rückgang in der Konzentration der hitzelabilen Vitamine B1, B6, B12, C und Folsäure. Abhängig von der Hitzebelastung beträgt der Verlust bei der Pasteurisierung < 10 % und bei der Ultrahocherhitzung 0 bis 20 %. Der Rückgang des Vitamingehaltes ist jedoch ebenfalls abhängig von Art und Dauer der anschließenden Lagerung. (Quellen: Renner 1982 / Eberhard, Bütikofer, Sieber 2003).

  • Wie genießt man SKYR?

    Die Mila SKYR Fruchtvarianten werden meist pur gelöffelt und als Frühstück oder Snack zwischendurch genossen. Die Geschmacksrichtung Natur schmeckt am besten, wenn sie mit Früchten, Müsli, Honig, Nüssen, Trockenfrüchten o.ä. verfeinert wird. Es gibt aber viele weitere Möglichkeiten, SKYR in der Küche zu verwenden, etwa im Salat, als Dip oder auch als Zutat für Nachspeisen.

  • Wie wird Mila SKYR hergestellt?

    Mila SKYR wird aus entrahmter Milch hergestellt und enthält deshalb kaum Fett. Für einen Kilo SKYR werden ca. 3 Liter Milch verwendet. Deshalb ist SKYR auch so cremig und enthält einen hohen Proteingehalt. Milchsäurebakterien und mikrobielles (nicht tierisches) Lab verleihen Mila SKYR den besonderen Geschmack. SKYR wird zwar wie ein Joghurt gegessen, ist aber streng genommen kein Joghurt, sondern ein eigenständiges Milcherzeugnis mit vielen positiven Eigenschaften. 

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