Vollversammlung Bergmilch Südtirol/Mila

06.05.2016

Wir veröffentlichen diesen Bericht vom Presseamt der Autonomen Provinz Bozen.

Bergmilch: Fairer Preis, Zusammenarbeit, Innovation
Fairer Preis für heimische Milch: Das, betonte Agrarlandesrat Schuler heute (6. Mai) bei der Vollversammlung der "Bergmilch Südtirol" in Kardaun, sei wichtig,

Dunkle Wolken am Milchwirtschafts-Himmel: Bergmilch-Obmann Reinalter bei der Jahresversammlung; in der ersten Reihe Landesrat Schuler (2.v.re.).
"Wir dürfen nicht vergessen, dass wir alle gemeinsam der Südtiroler Berglandwirtschaft verpflichtet sind", unterstrich Landwirtschaftslandesrat Schuler und mahnte eine Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Milchhöfen an. Die politische Unterstützung, führte er aus, sei wichtig nicht nur im Hinblick auf Förderungen: "Es braucht auch Beratung und wissenschaftliche Begleitung, um für die künftigen Herausforderungen gerüstet zu sein". Außerdem wies er hin, dass Fair Trade nicht nur für entfernte Länder gelte: "Wir müssen auch bereit sein, den heimischen Milchbauern einen fairen Preis für ihr Produkt zu zahlen". Noch nie, fügte er an, sei die Landwirtschaft so stark der Kritik ausgesetzt gewesen. Er äußerte sich zudem zuversichtlich, dass die derzeitigen informationstechnischen Probleme rechtzeitig gelöst würden.

Mit 2646 Mitgliedern ist die "Bergmilch Südtirol" die größte Milchgenossenschaft Südtirols; sie entstand durch die Fusion der Genossenschaften Mila und Senni am 1. Jänner 2013. 32 Milchsammelwagen der "Bergmilch Südtirol" sammeln täglich die Milch an den Sammelstellen oder direkt am Hof ein. Angeliefert wurden im vergangenen Jahr 185,2 Millionen Kilogramm Kuhmilch und 1,017 Millionen Kilogramm Ziegenmilch; der Umsatz betrug 195,2 Millionen Euro. Die durchschnittliche Anlieferungsmenge pro Mitglied belief sich auf 76.400 Kilo pro Jahr; der durchschnittliche Auszahlungspreis betrug 54,50 Cent pro Kilo inklusive Mehrwertsteuer. Als bester Milchlieferant des vergangenen Jahres wurde Christian Gamper vom Platztair in Latsch ausgezeichnet.

"Die Wolken am Himmel der Milchwirtschaft sind finster", sagte Bergmilch-Obmann Joachim Reinalter bei der heutigen Vollversammlung der Delegierten, "die Milchwirtschaft wird in den nächsten Jahren schwere Zeiten durchmachen". Der Markt sei übersättigt, führte Geschäftsführer Robert Zampieri aus, für die Mehranlieferung von fünf Prozent gebe es keinen Markt. Der Absatz der Frischmilch in Südtirol liegt derzeit wie in den vergangenen 15 Jahren leicht im Minus, was aber angesichts zweistelliger Minuszahlen im übrigen Italien noch positiv sei. Ein großes Standbein ist der Bereich des Joghurt, der um 9,1 Prozent angewachsen ist; ein Erfolgsprodukt ist der Mascarpone, der weltweit exportiert wird. Der Preis von Sahne und Molke tendiert leicht nach unten. Das Jahr 2015, resümierte Geschäftsführer Robert Zampieri, sei ein "perfektes Jahr" gewesen, was sich am Auszahlungspreis ablesen lasse. Mit vielen positiven Effekten und keinen Schäden und zwei Baustellen in Bozen und Bruneck sei Bergmilch Südtirol ein "kerngesunder Betrieb": "Wir zählen zu den besten Milchhöfen Südtirols." Nach den Joghurt-Wintersorten wie Ingwer-Orange sind nun seit zwei Wochen die neuen Sommersorten Holunder-Limette und Mango-Maracuja-Kiwi auf dem Markt, zudem wurde ein Kaminwurzenkäse entwickelt. Es gehe, schloss der Geschäftsführer, um eine Stärkung der Marke und eine offensive Marktstrategie, aber auch darum, den Auszahlungspreis zu schützen.

Quelle: Landespresseamt www.provinz.bz.it
Fotos: Landespresseamt und Bergmilch Südtirol


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