Liebe Mitglieder,
da uns Mitarbeitern der Milkon die Umwelt sehr am Herzen liegt, sind wir bestrebt die natürlichen Ressourcen zu schonen, den Energieeinsatz ständig zu reduzieren und allgemein die Umweltbelastungen so gering wie möglich zu halten. Unsere Zertifizierung nach ISO 14001 hilft uns Schwachstellen aufzudecken und zu beseitigen.
Jedes Jahr wird vom Umweltbeauftragten der Milkon ein Umweltprogramm mit den Umweltprojekten für das laufende Jahr erstellt und vom Geschäftsführer freigegeben. Die Projekte werden mit viel Engagement gemeinsam mit den Betriebsleitern, den Prozessverantwortlichen und dem Qualitätswesen bearbeitet. Die wichtigsten abgeschlossenen Projekte für den Umweltschutz im Jahre 2009 waren folgende:
Optimierung der Abfalltrennung.
2009 konnte der Anteil an hausmüllähnlichem Gewerbeabfall weiter deutlich gesenkt werden. Die durchschnittliche Menge an Restmüll im Werk Bozen verminderte sich um ca. 12.000 kg pro Monat (=50%). Im Jahre 2009 wurden gegenüber 2008 141.000 kg Restmüll weniger entsorgt. Dies entspricht einer durchschnittlichen Jahres Müllmenge von 580 Südtiroler Bürgern. Folgende Maßnahmen haben dazu beigetragen:
• Ständige Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter zu verbesserter Mülltrennung
• Seit September werden Verbundkartone wie Elopak und Tetrapak getrennt entsorgt.
Ebenfalls werden Plastikmaterialien wie Nylon PS, PP und PET getrennt entsorgt.
Die Anteile der Abfälle, die der Verwertung zugeführt werden, konnte von 75% im Jahre 2008 auf 82% im Jahre 2009 gesteigert werden, wobei für uns grundsätzlich die stoffliche Verwertung Vorrang vor der thermischen Verwertung hat.
Optimierungen im Transportwesen
• Der Laderaum von LKW`s in der Ausgangslogistik wurde weiter optimiert. Seit Anfang 2009 werden die Milchprodukte für die Großhandelskunden Despar, Finiper, Carrefour, GS, Coop, Land und Mila 500g auf Paletten mit 1,2m Höhe und damit doppelstöckig transportiert. Dies bringt es mit sich, dass mit einem LKW 1/3 mehr Produkt transportiert werden kann. Dies bringt eine Reduktion von 290.000 km und damit eine jährliche Einsparung von ca. 200 Tonnen CO2.
• Die Emissionen des Milkon Fuhrparks wurden im Vergleich zu 2008 weiter deutlich reduziert. So wurden die Emissionen von Stickoxyden um 352 kg (=9%) und die Emissionen von Feinstaub um 13 kg (=20%) reduziert.
• Im Bereich Fahrverkauf Region wurden seit ca. Mitte des Jahres 3 Verkaufstouren eingespart. Dies bringt eine Reduktion von 30.000 km und damit eine jährliche Einsparung von ca. 21 Tonnen CO2.
• Der Fuhrpark der Milkon wurde in den letzten 4 Jahren stark modernisiert. Im Jahre 2006 lag der Anteil an gefahrenen Kilometern mit Euro 5 Fahrzeugen noch bei 1%, im Jahre 2009 lag der Anteil bereits bei 25,6% Gleichzeitig konnte der Anteil an gefahrenen Kilometern mit Euro 2 Fahrzeugen über die Jahre stark reduziert werden. Wurden in 2006 noch 18% der Kilometer mit Euro 2 Motoren gefahren, so waren es in 2009 nur mehr 8,4 %.
• Mit unseren Lieferanten von Verpackungsmaterialien wurden die Lieferungen der Leerbecher für Joghurt optimiert. Gelungen ist dies durch die Erhöhung der Becheranzahl im Karton. Beim Leerbecher 125g wurde z.B. die Anzahl von 2.050 auf 2.100 erhöht. Dies bringt eine Reduktion von ca. 13.454 km und damit eine jährliche Einsparung von ca. 9,3 Tonnen CO2.
Optimierungen des Verbrauchs an Reinigungs- und Desinfektionsmittel
• In den Werken Bozen und Bruneck wurde im Jahre 2009 gegenüber 2007 um 29.000 kg Reinigungs- und Desinfektionsmittel weniger verbraucht (=5%). Das bedeutet, dass in 2009 der Wasch- und Reinigungsmittel Verbrauch von ca. 1036 Bürgern eingespart wurde.
• So wurden z.B. im Werk Bruneck gegenüber 2008 um 1.330 kg Lauge weniger verbraucht
• Pro 1.000 Liter verarbeitete Milch konnten im Werk Bruneck die Ausgaben an Reinigungs- und Desinfektionsmittel von 2,01 auf 1,72 Euro reduziert werden (=14%). So wurden beispielweise die Ausgaben für die Bodenreinigung um 10% reduziert.
• Im Werk Bozen wurden die Ausgaben für Reinigungs- und Desinfektionsmittel pro 1.000 Liter verarbeitete Milch von 2,75 auf 2,60 Euro reduziert (=5%). Erreicht wurde dies, durch umfangreiche Überprüfungen der CIP Reinigungsmasken.
So wurden unter anderem:
- bei den Pastmilchtanks die Vermischungsphasen zwischen Reinigung und Nachspülwasser vermindert;
- festgelegt, dass stark verdünnte Reinigungslösungen nicht mehr in den CIP Kreislauf zurückgeführt werden;
- bei der Frischmilch Abfüllmaschine die Anzahl der Lauge Reinigungen auf 1 bis 2 pro Woche vermindert;
- die Reinigung der Eindampfanlage Joghurt optimiert um Stillstände bei den Reinigungen zu vermeiden:
- die Reinigung der AF 205 Joghurt Abfüllmaschine Hamba optimiert um Laugeverluste zu vermeiden:
• Anschaffung von 9 Auffangwannen für die Lagerung von Reinigungsmitteln im Werk Bruneck. Durch Auffangwannen können Verluste von Reinigungsmitteln verhindert werden. Damit kann eine Verunreinigung der Oberflächengewässer und des Grundwassers sowie des Bodens und des Untergrundes vermieden werden
Einsparung von Energie
Im Werk Bozen wird es ab 2010 durch die Umsetzung zahlreicher Energie Optimierungsprojekte zu einer Einsparung von ca. 16 % des jährlichen Gasverbrauches (=122.400 Euro pro Jahr) und zu einer Einsparung von ca. 4,7% des jährlichen Stromverbrauchs kommen. Die umgesetzten Einsparungen im Detail:
• Ersatz von einem der zwei bestehenden Dampfkessel (5,6 t/h) durch ein neueres Modell (10,0 t/h). Das neue Modell verfügt über einen Economiser: die Abgase des Kessels werden für die Vorwärmung des Speisewassers verwendet. Zusätzlich ist beim neuen Kessel durch bessere Isolierung die Abstrahlwärme reduziert. Dadurch wird eine Verbesserung des Wirkungsgrades um ca. 8% erreicht. Dies führt zu einer Einsparung von ca. 8 % des jährlichen Gasverbrauches (=60.000 Euro pro Jahr)
• Mit Ende Dezember wurde das Brüdenwasser der Eindampfungsanlage bei der Herstellung von Joghurt über einen Wärmetauscher geleitet, der das Warmwasser der Büroheizung vorwärmt. Dazu wurde ein Plattenwärmetauscher installiert und einige Rohrleitungen wurden neu verlegt. Dies führt zu einer Einsparung von ca. 2 % des jährlichen Gasverbrauches (=17.000 Euro pro Jahr)
• Durch Isolierungen von zahlreichen Leitungen konnte hoher Wärmeverlust vermieden werden. Isoliert wurden die Heizungsrohre der Werkstatt, der Heißhalteapparat der Joghurtmilch, verschiedene Dampf- und Warmwasserleitungen in der Produktion, Wärmetauscher im Betriebsraum und Dampfzuleitungen der Joghurtabfüllanlagen. Dies führt zu einer Einsparung von ca. 4 % des jährlichen Gasverbrauches (=30.000 Euro pro Jahr)
• Um Dampfverluste zu vermeiden wurden Ende Dezember 2009 zahlreiche defekte Kondensatabscheider und Absperrhähne getauscht (insgesamt 40 Kondensatabscheider). Dies führt zu einer Einsparung von ca. 2 % des jährlichen Gasverbrauches (=15.400 Euro pro Jahr)
• Ende Dezember wurde der Betriebsdruck von 5,5 auf 4, 0 bar gesenkt. Möglich wurde dies dadurch, dass die bestehenden Pumpen für Frischwasser, Eiswasser und Lauwasser durch neue Pumpsysteme mit frequenzgeregelter Steuerung ersetzt wurden. Dies führt zu einer jährlichen Einsparung von ca. 129.000 kWh (=18.000 Euro pro Jahr)
• Durch Austausch von porösen Druckluftschläuchen und defekten Ventilen, durch Installation von kleineren Düsen und durch Abtrennung von Luftlinien konnten Luftverluste vermindert werden. Dies führte zu einer Einsparung von ca. 3,2 % des jährlichen Stromverbrauchs (=40.000 Euro pro Jahr)
• Installation einer Photovoltaik Anlage am Dach der Senni in Bruneck. Die Anlage hat eine Gesamtleistung von 269,70 kWp. Im Jahr können damit ca. 305 MWh an elektrischer Energie produziert werden. Dies entspricht einem jährlichen Energiebedarf von 90 Haushalten. Mit der Anlage werden ca. 5,3% der Stromkosten der Senni gedeckt . Damit verbunden ist eine jährliche Einsparung von 207 Tonnen CO2.