Feine Spezialitäten aus Ziegenmilch von Südtiroler Bergziegen
Wie ihre entfernten Verwandten, die Gämsen und Steinböcke, sind
Ziegen auch in steilem, unwegsamen Gelände wendige Kletterer und gleichzeitig genügsam in ihren Ansprüchen. Als
Sommerweiden eignen sich für Ziegen darum auch die kargen
Matten und Wiesen der alpinen Stufe, wo die Nahrungsgrundlage für Kühe und Rinder nicht mehr ausreichend ist. In Südtirol sind die größten Ziegenbestände im Landeswesten anzutreffen, besonders dem
Passeiertal, dem die hier überwiegend gehaltenen Passeierziegen ihren Namen verdanken. Diese in unterschiedlichen Farbschattierungen auftretenden, kleinen, gedrungenen Gebirgsziegen sind hervorragend an ihre Umgebung angepasst.
Der
Konsum von Ziegenmilch durch den Menschen ist so alt wie die Geschichte des Melkens selbst. Ziegenmilch hat einen
charakteristischen, herb-süßen Geschmack, der jedoch stärker variieren kann, als der von Kuhmilch. Dabei spielen neben
Jahreszeit und
Futterzusammensetzung tatsächlich das
Wohlbefinden und die
Stimmung des Tieres eine wesentliche Rolle. Während das Trinken reiner Ziegenmilch in weiten Teilen Europas lange Zeit unüblich war, erlebt dieses Nahrungsmittel eine kleine
Renaissance. Neben besonders wertvollen ernährungsphysiologischen Eigenschaften bestehen im Bevölkerungsdurchschnitt nämlich weniger Allergien und Unverträglichkeiten, als auf Kuhmilch.
Bei der Mila stammt die Ziegenmilch von nur 16 der 4000 Genossenschaftsmitglieder. Ein Tierbestand von ca. 400 Individuen liefert täglich zwischen 2 und 4 Litern pro Tier. Auch für die Ziegen gilt selbstverständlich die in Südtirol flächendeckende,
gentechnikfreie Fütterung. Aus ihrer Milch entsteht ein kleines Sortiment
feiner Spezialitäten für Liebhaber von Ziegenmilchprodukten.